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Tanzen hält das Gehirn im Alter fit

Tanzen stellt weit größere Anforderungen an das Gehirn als einfaches Fitnesstraining.

 

Tänzer verarbeiten Musik, versuchen Bewegungsabläufe mit dem Rhythmus zu synchronisieren, führen dreidimensionale Bewegungen aus und kommunizieren mit dem Tanzpartner auf unterschiedliche Weise. Dies sind größere Anforderungen an das Gehirn als beim einfachen Fitnesstraining mit seinen automatisierten Bewegungen.

 

Die Uniklinik Magdeburg untersuchte diese Aussage an 60 Teilnehmern, im Durchschnittsalter von 68 Jahren, in einem Zeitraum von 6 Monaten und stellte die Ergebnisse der Tänzer und der Fitnessgruppe gegenüber.

Das Ergebnis ist vielversprechend.

Bei allen TN der „Tanzgruppe“ waren die Bereiche Wachsamkeit, geteilte Aufmerksamkeit und Flexibilität signifikant besser als vor Trainingsbeginn. Die TN der Sportler hatten sich hingegen nur in der Wachsamkeit verbessert.

Ein ähnliches Ergebnis ergab sich bei durchgeführten Gleichgewichtstests. Die Tänzer verbesserten sich in 2 von 3 untersuchten Bereichen, die Sportler nur in einem.

 

Bei MRT Aufnahmen fand man außerdem eine Volumenzunahme in Hirnregionen, die für Aufmerksamkeit, Gedächtnis und Koordination komplexer Bewegungsabläufe zuständig sind.

Laboruntersuchungen bestätigten zusätzlich einen Anstieg des Nervenwachstumsfaktor. Dieser Faktor ist unter anderem für die Neurogenese und das Langzeitgedächtnis wichtig.

 

Nun ist man auf die Gedächtnisverbesserungen gespannt, die man möglicherweise nach der Verlängerung der Studie finden wird. Die Studie wurde um 1 1/2 Jahre verlängert.

 

 

Wenn sich die Ergebnisse bestätigen und durch Tanzen die kognitiven Leistungen im Alter verbessern, dann wünschen wir Ihnen allen viel Spaß bei Ihrem nächsten Tanzkurs.

 

Jeannette Rabold

 

Quelle: springermedizin.de

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