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25 Ratschläge eines Kindes

25 Ratschläge eines Kindes an seine Eltern und Erzieher


1. Verwöhne mich nicht. Ich weiß ganz gut, dass ich nicht alles, was ich
    verlange, haben muss. Ich teste dich ja nur.

2. Hab keine Angst, mit mir bestimmend umzugehen. Ich ziehe es vor,
    dann weiß ich nämlich, woran ich bin.

3. Zwing mich nicht. Das lehrt mich, dass nur Macht zählt. Ich reagiere
    besser auf Anleitung.

4. Sei nicht wechselhaft. Das verwirrt mich und ich versuche um so mehr,
    alles zu erreichen, was ich will.

5. Falle nicht auf meine Herausforderungen herein, wenn ich etwas sage
    oder tue, um dich aus der Fassung zu bringen. Dann werde ich nämlich
    versuchen, noch mehr solche „Siege“ zu erringen.

6. Sorge dich nicht zu sehr, wenn ich sage: „Ich hasse dich“. Ich möchte ja
    nur , dass es dir leid tut, wenn du mir etwas angetan hast.

7. Mach nicht, dass ich mich kleiner fühle, als ich bin. Dann werde ich mich 
    nämlich wie ein toller Kerl benehmen.

8. Tu nichts für mich, was ich selber tun kann. Sonst fühle ich mich wie ein
    Baby und stelle dich weiterhin in meine Dienste.

9. Befass dich nicht zu sehr mit meinen schlechten Gewohnheiten. Das
    veranlasst mich nämlich, sie zu behalten.

10. Korrigiere mich nicht vor anderen Leuten. Es beeindruckt mich viel
      mehr, wenn du ruhig und allein mit mir sprichst.

11. Versuche nicht, mein Benehmen während eines Streites zu
      besprechen. Aus bestimmten Gründen kann ich zu dieser Zeit nicht so
      gut zuhören. Du kannst ja handeln, besprechen wollen wir es später.

12. Versuche nicht zu predigen. Du wirst dich wundern, wie gut ich weiß, was
      richtig und falsch ist.

13. Sag mir nicht, dass meine Fehler Sünde sind. Ich muss lernen, Fehler
      zu machen, ohne zu glauben, dass ich deshalb schlechter bin.

14. Nörgle nicht. Um mich zu schützen muss ich so tun als ob ich taub
      wäre.

15. Verlange keine Erklärungen für mein falsches Benehmen. Ich weiß
      wirklich nicht, warum ich es getan habe.

16. Stelle meine Ehrlichkeit nicht in Frage. Ich bekomme leicht Angst und
      erzähle Lügen.

17. Vergiss nicht, dass ich gern Experimente mache. Ich lerne davon,
      darum lass mich doch.

18. Schütze mich nicht, ich muss aus Erfahrung lernen.

19. Schenke meinen Leiden nicht zu viel Aufmerksamkeit. Es könnte sonst
      sein, dass ich eine schwache Gesundheit schätzen lerne, weil sie mir
      so viel Aufmerksamkeit einbringt.

20. Entziehe dich nicht, wenn ich wirklich etwas wissen will. Sonst wirst du
      merken, dass ich meine Antworten woanders suche.

21. Denk nicht, es sei unter deiner Würde, dich bei mir zu entschuldigen.
      Eine ehrliche Entschuldigung erzeugt in mir warme Gefühle für dich.

22. Deute nie an, dass du perfekt oder unfehlbar bist. Du wärst ein zu
      großartiges Vorbild für mich.

23. Sorge dich nicht, dass du wenig Zeit für mich hast. Was zählt, ist, wie
      wir diese Zeit verbringen.

24. Vergiss nicht, dass ich ohne sehr viel Verständnis und Ermutigung nicht
      gedeihen kann.

25. Bedenke: Ich lerne mehr von einem Vorbild als von einem Kritiker.

Quelle: unbekannt

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